Meine Plastikwelt mit 7 Lernstationen

Die 7M der Mittelschule An der Woffenbacherstraße war die erste Klasse, die die neu entwickelte Station „Meine Plastikwelt“ des Eine Welt Ladens testen durfte. Nach einem Einführungsspiel bearbeiteten die SchülerInnen die 7 Stationen in Partnerarbeit. Dabei ging man zuerst der Frage nach, wo zu Hause haben wir eigentlich überall Plastik. Eine weitere Station erklärt die Herstellung von Plastik. 8% des weltweit geförderten Erdöls werden für die Plastikproduktion benötigt. In einer Wasserplastikflasche stecken immerhin 250ml Erdöl. Besonders beeindruckt zeigten sich die Schüler vom folgenden Beispiel: Wenn man alle Plastiktüten, die in einem Jahr weltweit verbraucht werden, stapeln würde, wäre der Turm 30 mal so hoch wie der Mount Everest. Zu den Fakten gehört auch, dass nur ein geringer Teil des Plastiks recycelt wird z.B. von 5 Wasserflaschen nur eine!

Plastikmüll in den Meeren ist momentan in aller Munde. Aber wie gelangt das Plastik überhaupt ins Meer? Durch das Waschen z.B. von Fleecejacken lösen sich Plastikfasern. In Peelings, Zahncremes und sonstige Kosmetikartikel befinden sich winzige Plastikteile. Diese Plastikfasern und Nanopartikel von Plastik werden durch das Abwasser in die Kläranlagen gespült, die diese aber nicht herausfilten können. Über die Flüsse gelangen sie dann ins Meer. Zusätzlich werden jährlich einfach 7 Millionen Tonnen Plastikmüll im Meer entsorgt, das sich aber dort nur sehr langsam abbaut. Eine Plastikflasche braucht 450 Jahre oder eine Angelschnur sogar 600 Jahre. Bis 2050 werden mehr Plastikteile als Fische in den Meeren sein, wenn sich nicht sehr schnell etwas ändert.

 

 

 

 

Das Sortieren der verschiedene Plastiksorten in Minimülleimer fand ebenso besonderen Anklang wie der Film über die 5 Plastikstrudel in den Weltmeeren.

„Gedankenlos haben wir Plastiktüten beim Einkaufen gesammelt und jetzt weil sie etwas kosten, kommt jeder ohne sie aus!“, meint Marina Malter vom Eine Welt Laden. „In einer Station wollen wir den Schülern auch Anregungen bieten, wie man ganz einfach auf Plastik verzichten kann, ohne irgendeine Einschränkung zu haben. Man muss sich nur mit dem Thema bewusst auseinander setzen“, so Marina Malter.

 

 

 

 

„Dieses Thema hat zwar nicht direkt etwas mit dem Fairen Handel zu tun, aber damit wie wir mit unseren Ressourcen und der Umwelt umgehen. Deshalb haben wir beschlossen, dieses Thema mit in unser Bildungsangebot mitaufzunehmen“, erklärt Ruth Dorner, Vorsitzende des Eine Welt Ladens. Ein Dank gilt Rail.One und Europoles, die mit einer Spende zur Umsetzung dieses Projektes beigetragen haben.

 

 

 

 

Die abschließende Meinung der Schüler war, dass es Spass gemacht hat und sie dabei vieles gelernt haben und in Zukunft darauf achten wollen, mehr auf Plastik zu verzichten.

Diese Station kann ausgeliehen werden oder in der Einen Welt Station im Unteren Tor in einer Doppelstunde mit einer Referentin bearbeitet werden.