Bildungsarbeit

Faire Stadtführung

Die SchülerInnen treffen sich im Eine Welt Laden, um mehr vom Fairen Handel zu erfahren. Zu Ihrer Überraschung beginnt der Stadtrundgang mit einem Spiel. Um eine am Boden ausgelegte Erdkugel verteilen sich die Schüler proportional nach der Einwohnerzahl der Kontinente. Die meisten Jugendlichen befinden sich in Asien. In einem weiteren Schritt soll der Reichtum der Kontinente sichtbar gemacht werden – mit 2 Tafeln Schokolade. Die Schokoladenstückchen werden ebenso anteilig an die Kontinente verteilt. Leider bekommen aber die 18 Asiaten nur 3 Stück, während der einzige Nordamerikaner 9 Stückchen bekommt. Ja so ungerecht ist unsere Welt! Was tun? Nach kurzer Diskussion untereinander entscheiden sie sich zu teilen. Und hier sind wir ganz konkret beim Fairen Handel, so Birgitt Rupp, die die Faire Stadtführung begleitet.

Es geht nun zum Innenhof des Bürgerhauses, wo auf die Fairtrade Stadt Neumarkt hingewiesen wird und was
diesbezüglich gemacht wird. Anhand des Kaffees geht es um die Hintergründe des Fairen Handels. Mit „fast“ echten Dollarnoten verteilen sie den Verdienst einmal an die Familie Lopez,  die ihren Kaffee an den Fairen Handel verkauft und einmal an die Familie Guarani, die den Kaffee normal verkaufen muss. Bei der Verteilung für Essen, Schule Ausbildung… stellen sie sehr schnell fest, dass das bei der Familie Guarani nicht einmal für das Nötigste reicht. Auch erfahren die Teilnehmer die Vorteile der Familie Lopez, die an den Fairen Handel verkaufen kann.

Weiter geht es vor das Rathaus. Mittlerweile führen viele Neumarkter Geschäfte Fair gehandelte Produkt, wenn es auch oft nur ein oder zwei sind. Anhand der Kleidung werden weitere Probleme der Produktion von Baumwolle der Weiterverarbeitung bis hin zur Entsorgung angesprochen, aber auch Alternativen aufgezeigt. Auch hier sind die Schüler aktiv mit eingebunden.

Zum Abschluss geht es wieder zurück zum Eine Welt Laden, wo dann noch das Thema Kakao auf der Agenda steht. Kindersklavenarbeit, menschenverachtende Arbeitsbedingungen und Ausbeutung stehen auf der Tagesordnung. Mit nur wenigen Cents mehr pro Tafel Schokoladen könnten man das verhindern.

Zielgruppen sind Schulklassen und Jugendgruppen.

Wenn Sie Interesse an einer fairen Stadtführung haben, schreiben Sie uns eine E-Mail:info@eineweltladen.com
Gegen eine Schutzgebühr können Sie auch das Konzept erwerben, das auf andere Kommunen übertragbar ist.